Oft stellt sich die Frage: Gehören biologisch abbaubare Kapseln in die Biotonne oder in den Restmüll? Die Antwort lautet: In den Restmüll! Das klingt vielleicht zunächst etwas paradox, die Begründung ist aber einfach:

In den Kompostieranlagen müssen Abfälle i.d.R. innerhalb von 12 Tage verrotten. Das schaffen die Kapseln leider nicht, da sie ein paar Wochen benötigen. Daher werden sie aussortiert und dem normalen Restmüll zugeführt. Euer Müllverwerter hätte also nur mehr Arbeit.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage warum dann überhaupt biol. abbaubare Kapseln? Dazu muss erklärt werden, dass es abbaubare Kapseln gibt, deren Bio-Plastik auf Erdöl basiert und welche bei denen das nicht der Fall ist. Bei Coffee-Up! findet Ihr nur Letztere. Das hat folgenden Grund:

CO2 entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen. Insbesondere bei fossilien Energieträgern wie Erdöl (langfristiger Speicher). Das im Eröl gespeicherte CO2 sollte eigentich nicht mehr in die Atmosphäre gelangen, wird jedoch bei Verbrennung freigesetzt. Kapseln die nicht auf Erdöl basieren geben nur den supergeringen Anteil des im natürlichen Ausgangsmaterial (Maisstärke, Rohrzucker) gespeicherten Anteils ab. Dieser wird unabhängig davon, ob die Kapsel kompostiert oder verbrennt, freigesetzt (Wie jedes andere pflanzliche Material dieser Welt -> kurzfristiger Speicher, normaler Kreislauf). Daher ist die Verbrennung CO2 neutral.

Eine umweltfreundliche Entsorgung ist somit sichergestellt. Daneben haben kompostierbare Kapseln weitere wesentliche Vorteile: Keine hochenergieintensive Herstellung wie bei Aluminium, kein umweltschädlicher Rohstoffabbau und eine zeitnahe sowie schadstofffreie Zersetzung, falls sie in Böden oder Gewässer gelangen.

Habt Ihr Fragen dazu? Meldet euch gerne!

Euer Chris